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Kloster Stühlingen

Kloster Stühlingen schließt bis Ende des Jahres


Die Kapuziner der Deutschen Kapuzinerprovinz haben auf ihrem Provinzkapitel in Münster ein neues Führungsteam gewählt. Auch wurden wichtige Entscheidungen zur Neuaufstellung des Ordens gefällt. Das Kapuzinerkloster Stühlingen wird bis spätes-tens Ende 2022 geschlossen.

Neuer Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz ist Br. Helmut Rakowski. Der 60-jährige Ordensmann wurde von seinen Mitbrüdern auf dem Kapitel für drei Jahre gewählt. Die Mitglieder im Provinzrat, dem Leitungsgremium des Ordens, sind Br. Bernd Kober (Stellvertreter des Provinzials) Br. Thomas Schied, Br. Bernd Beermann und Br. Harald Weber, der das Kloster zum Mitleben in Stühlingen leitet.

Auf dem Provinzkapitel in Münster waren vom 6. bis 11. Juni rund 60 Brüder aus Deutschland und den Niederlanden versammelt, um den Kurs für die nächsten Jahre festzulegen. „Wir Kapuziner stehen vor großen Herausforderungen“, sagt der neugewählte Provinzial der Deutschen Kapuzinerprovinz, Br. Helmut Rakowski. „Wir werden unsere Kräfte bündeln und mit leichterem Gepäck unsere Rolle in Gesellschaft und Kirche neu definieren. Wir wollen nach dem Vorbild unseres Ordensgründers Franz von Assisi das franziskanische Charisma weiterhin authentisch leben und verkünden.“

Aufgrund der personellen und finanziellen Situation ist die neu gewählte Provinzleitung bevollmächtigt, über die Zukunft einiger Niederlassungen der Kapuziner in Deutschland zu entscheiden. Dies betrifft neben den Standorten Frankfurt, Ingolstadt, Zell am Harmersbach und Münster auch das Kapuzinerkloster in Stühlingen. Die wichtigsten Gründe für die Neuaufstellung der Kapuziner sind die weiter sinkende Brüderzahl sowie die wirtschaftliche Situation des Ordens. „Die Kapuziner finanzieren sich ausschließlich durch Spenden und die Einnahmen durch die Tätigkeiten der Brüder“, sagt Br. Helmut Rakowski. „Außerdem reicht unser Nachwuchs leider nicht aus, um unsere zahlreichen Aufgaben in den Niederlassungen auch in Zukunft in gleicher Intensität weiterführen.“

„Wir Kapuziner haben uns mit großer Mehrheit gemeinsam auf dem Kapitel dazu entschlossen, das Kloster zum Mitleben zu schließen“, sagt Br. Harald Weber. „Dass wir schlicht zu wenig Brüder für die anstehenden Aufgaben haben, ist eine Erkennt-nis, die schmerzt. Aber wir müssen uns dieser Realität stellen. Br. Markus Thüer aus unserer Gemeinschaft wurde zum Provinzsekretär ernannt und zieht in den kommenden Wochen nach München um. Damit und durch den Weggang der Schwestern jetzt Ende Juni ist es leider notwendig, die Auflösung rasch umzusetzen.“

Die Kapuziner vor Ort stehen für Fragen und Gespräche gerne zur Verfügung und wollen den Prozess in den nächsten Monaten transparent gestalten. „Sprechen Sie mich einfach an, oder schreiben Sie eine E-Mail“, sagt Br. Harald und betont: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Kloster zum Mitleben in Stühlingen ist seit vielen Jahren ein wichtiger Teil unserer Provinz. Ein Ort, an dem wir gemeinsam mit unseren Gästen franziskanische Werte teilen, und an dem auch ich sehr gerne lebe.“ Die Kapuziner wollen trotz der Schließung in Stühlingen offen für Gäste bleiben und an anderen Orten Möglichkeiten zum Mitleben schaffen.

Auch mit dieser Entscheidung sind die Brüder in Stühlingen weiterhin für Gäste zum Mitleben da und freuen sich auf die Anmeldungen. Allerdings muss nach den personellen Veränderungen nun das Programm für die zweite Jahreshälfte noch einmal überarbeitet werden, durch die reduzierte Brüderzahl wird wohl die eine oder andere Gästewoche noch ausfallen müssen.

Die Kapuziner werden in den nächsten Wochen das aktualisierte Programm auf der Homepage veröffentlichen. „Auch über den tatsächlichen Abschiedstermin wird nach Absprache mit allen Betroffenen und Beteiligten hoffentlich bald Klarheit geschaffen“, sagt Br. Harald Weber. „Wir Brüder vor Ort wollen mit den Menschen in Stühlingen und unseren Gästen, die in der verbleibenden Zeit Stühlingen noch einmal besuchen möchten, gemeinsam Abschied nehmen.“

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