Stadt Stühlingen

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Urbane Anfänge

Da Namen von Ortsgründungen aus der Alemannenzeit mit dem angehängten Wortbildungselement „-ingen“ enden, hat wohl auch der Ortsname Stühlingen hier seinen Ursprung.

Alte Luftaufnahme von Stühlingen
Alte Luftaufnahme von Stühlingen

Unklar ist dabei allerdings, ob das „Stühl…“ vom Namen „Stilicho“ herrührt oder von den „Tulingern“ stammt, einem Keltenstamm, der zwischen 450 v.Chr. und 50 n.Chr. im südlichen Schwarzwald und nachweislich auch im Wutachtal siedelte. Funde im Stühlinger Weilertal im Gewann „Schönboden“ erinnern hieran.

Als erste Ortsedle von Stühlingen namentlich genannt werden 1084 ein Gerung, der etwas später als „comes de Stuelingen“ (= Graf von Stühlingen) bezeichnet wird sowie 1131 ein Liutold von Stuelingen. Dass die Edlen von Stühlingen damals in ihrem Wappen einen umgekehrten mit Pfauenfedern besetzten Stuhl (Schemel) führten, weist möglicherweise auch auf die Bedeutung der damals schon bestehenden Burg als dem Ort hin, an dem die Herren Gericht hielten (Gerichtssitz).

Ab 1120 ist Stühlingen Hauptort der Landgrafschaft Stühlingen, die das Gebiet östlich von Schlücht und Schwarza bis hin zur Wutach und dem Randen umfasst und im Süden an den Klettgau grenzt; die nördliche Grenze ist unklar. Erster Graf dieser Landgrafschaft war Rudolf von Lenzburg .
Nach dem Aussterben der Lenzburger Linie fiel Stühlingen 1172 auf dem Erbweg an die Freiherren von Küssenberg , deren Stammburg die Küssaburg war. Der letzte dieses Adelsgeschlechts, Heinrich I von Küssenberg-Stühlingen, starb 1250.

Nach heftigen Erbstreitigkeiten fiel Stühlingen an die Grafen von Lupfen (1251-1582). Anschließend (ab 1603) waren es dann die Erbmarschälle von Pappenheim , die Stühlingen als Reichslehen erhielten, danach (ab 1639) die Grafen (später Fürsten) von Fürstenberg . Sie bestimmten die Geschicke der Landgrafschaft bis zum Jahre 1806 als Stühlingen großherzoglich badisch wurde. (Schon 1724 indes war die F.F. Residenz von Stühlingen nach Donaueschingen verlegt worden).

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Im Jahre 1262 wird Stühlingen in einer Urkunde von Graf Eberhard I. von Lupfen erstmalig als Stadt erwähnt.

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