Stadt Stühlingen

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Frühgeschichtliche Zeit

Ausgrabungsfunde belegen eine jahrtausendealte Besiedlung der Raumschaft: Schon vor ca. 4.000 Jahren, während der späten Jungsteinzeit also, lebten hier die sog. „Glockenbecherleute“: Ursprünglich aus Spanien kommend, breiteten sie sich über weite Teile Europas aus. Sie besiedelten das Gebiet zwischen Schwarzwald und Jura, so auch das Land an der Wutach, der „wütenden Aach“. Ein freigelegtes „Glockenbechergrab“ auf dem Stühlinger Schlossberg im Gewann Muhrle zeugt hiervon.

Etwa ab dem 6.Jh.v.Chr. waren es dann die Kelten, die hier Eisenerz schürften und dieses für die Herstellung ihrer hochwertigen Metallarbeiten nutzten.

Ihnen folgten schließlich die Römer: Als Tiberius und Drusus im Jahre 10 n.Chr. die Grenze des Römischen Reiches gegen die Germanen sicherten, besetzten sie auch unsere Raumschaft, blieben aber zunächst jenseits der Wutach, auf der heute schweizerischen Seite. Erst im Jahre 72 n.Chr. drängten römische Truppen auf Stühlinger Gebiet vor. Spekulationen, dass das Stühlinger Schloss evtl. auf dem Sockel eines römischen Signalturms stehe, sind zwar interessant; eindeutige Beweise hierfür liegen indes nicht vor. Gleichwohl finden sich Spuren römischer Kultur in Stühlingen: So wurde hier z.B. 1848 im Keller eines alten Hauses ein römischer Mosaikfussboden freigelegt. – Im benachbarten schweizerischen Schleitheim hingegen erinnern viele reiche Funde an die römische Zeit: die umfassenden Ausgrabungen von Juliomagus, einer römischen Kleinstadt („Oppidum“), die der 21. Legion als Stützpunkt diente.

Um 300 n.Chr. waren es dann die später von den Franken (Merowinger, Karolinger) beherrschten Alemannen, die die Römer verdrängten. Noch heute erinnert an sie die von Ihnen hier eingeführte Dreifelderwirtschaft, vor allem aber ihre Mundart, die „enne und denne“ der Wutach gesprochen wird. („Bi üs chammer alemannisch schwätze“).

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Im Jahre 1262 wird Stühlingen in einer Urkunde von Graf Eberhard I. von Lupfen erstmalig als Stadt erwähnt.

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